Ich war mit meiner neuen Freundin in Oman unterwegs. Wir hatten uns als Stadt Suhar ausgesucht und waren total begeistert. In Suhar kann man sehr viel unternehmen und besichtigen, weil die Stadt auf eine lange Geschichte zurückblickt. Es gibt das Fort von Suhar, zu dem viele Touristen aus dem ganzen Land kommen und wir hatten es quasi vor der Tür und konnten fast jeden Tag dorthin gehen. Natürlich haben wir es nicht jeden Tag immer wieder besichtigt, aber die Gegend drum herum ist sehr schön zum spazieren gehen. Suhar hat als Stadt in Oman eine große Geschichte. Sie galt schon immer als Stadt des Seehandels. Schon im 3. Jahrtausend v. Chr. wurde Kupfer und Diorit nach Indien und Mesapotanien verschifft. Unter den persischen Sassaniden wurde die Stadt zum Handelszentrum ausgebaut und unter muslimischer Herrschaft zu einem der bedeutendsten Handelszentren in der gesamten islamischen Welt. Im 9. Jahrhundert reichte der Seehandel bis nach Indien, China und sogar Ostafrika. Sogar Sindbad sollte aus Suhar gekommen sein. Persische Buyiden zerstörten die Stadt im Jahr 965, um sie als Konkurrenz auszuschalten.

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Foto: ballerina / pixabay

Es kam zur Fremdherrschaft der Perser von Hormus und der Seldschuken. 1498 wurde der Seeweg nach Indien entdeckt und so steig Portugal zur führenden Handel- und Seemacht im 15. und 16. Jahrhundert auf. 1507 kam Suhar unter die Herrschaft der Portugiesen und nach deren Vertreibung im Jahr 1649 konnte die Stadt wieder an ihre alten Erfolge als Handelszentrum anknüpfen. Die Lagunen wurden trocken gelegt, sodass der Hafen größer wurde und mehr Platz zum Handel da war.

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